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Artikel-Schlagworte: „ostseeman“

Hallo liebe Leser,

nun habe ich doch noch die Hürden des langen Winters, mit viel Schnee und langer Krankheit überwunden. So habe ich mittlerweile schon einige Stunden auf dem Rad verbracht und auch schon kleinere Runden gelaufen.

Insgesamt sinds bis jetzt ca. 150 km Rad und ca. 15 Km zu Fuss.

Ich hoffe nun, dass das Wetter weiter mitspielt und ich am Ball bleiben kann. Der Wille ist auf jeden Fall wieder voll da und das Rad rollt schon wieder verdammt gut.

Also – Ostseeman – kannst kommen ;-)

Gruss

Frank

Leider wurden die Symptome nicht besser – Mattigkeit, Gliederschmerzen sowie Luftnot und Fieber, zwangen mich am Donnerstag zum Arzt. Mein Verdacht als Extreme Hobby Diagnostiker lag bei Heufieber durch einsetzenden Birkenpollenflug. Nun habe ich ja schon seit meiner Kindheit Heuschnupfen, aber so extrem hatte sich das nie ausgewirkt.

Naja, der Arzt hörte sich meine Selbstdiagnose zwar noch an, aber nach geschultem Blick auf die Mandeln, Abhorchen und LuFu Test stand fest: Grippe verschleppt! Na prima.

Ich muss jetzt langsam tun in meinem Alter und darf erst in 14 Tagen, nach Penizillin Kur und gehöriger Portion Ruhe, langsam wieder anfangen mich zu bewegen. Z.B. Walking oder sowas. Na klasse.

Ich muss denn jetzt mal meine Staffelpartner Anja und Peter konsultieren, damit wir mal drüber sprechen können ob wir unser Ziel (unter 12 Stunden) überhaupt erreichen können.

Aber den Mut habe ich noch nicht komplett verloren – und das ist die Hauptsache.

Euer Ironfrank

P.S. Einzig positiver Nebeneffekt momentan: Ich verlier Gewicht

Eben gerade habe ich bemerkt, dass ich Euch noch gar nicht das – mit Stolz erkämpfte – Finisher Shirt des Ostseeman 2010 präsentiert habe. Es ist ein atmungsaktives (da 100% Polyester) blaues Poloshirt mit ein wenig Werbung aufm Ärmel und dem Ostseeman Logo auf der Brust.

Mir persönlich gefällt es nicht sooo gut, aber trotzdem trage ich es mit Stolz (und eingezogenem Bauch) beim Einkauf oder anderen Gelegenheiten. Bin ja mal gespannt, wie es im nächsten Jahr ausschaut :-)

Soviel für Heute

Gruss

Frank

So findet man z.B. auf derwesten.de einen Artikel über den Unnaer Sportlehrer Rolf Dieter Lingstädt, der als 55 jähriger die komplette Distanz in 11:42 absolvierte. Im Artikel wird ziemlich deutlich, worauf es den meisten “Hobby-Triathleten” am meisten ankommt: Spass haben, fit bleiben und Ziele verfolgen und erreichen.

Dinge die auch ich für sehr wichtig halte und vielleicht hats mich auch aus diesem Grunde zum Ostseeman getrieben?

Meine Sportwoche sieht inzwischen ganz anders aus als vor dem 1.8.2010. Mich treibt es regelrecht aufs Rad und in die Joggingschuhe. Lediglich das Schwimmen ist noch ein rotes Tuch für mich, aber da ich im nächsten Jahr sicherlich noch keinen kompletten Triathlon bestreiten werde, gebe ich mir diesbezüglich auch noch ein wenig Galgenfrist. In meinem Training hat sich etwas ganz entscheidendes gewandelt. Die erstmalige Bezwingung des “Inneren Schweinehundes” (IS)  auf der 180 km Radstrecke, hat in meinem Kopf regelrecht einen Schalter umgelegt. Während ich zum Beispiel beim Joggen stets nach kurzer Strecke (2 km) schon die Segel strich – einfach weil der IS sehr penetrant gerufen hatte “Frank hör auf – die Couch ist viel bequemer”, laufe ich heute schon eine Strecke von 8 km problemlos durch und kann dabei sogar Intervalle bis zur Endbelastungsgrenze laufen. Und das alles nur, weil ich den IS besiegen konnte – weil in mir immer irgendwas sagt: “Du bist die 180 gefahren, also jammer nicht bei 5 km joggen schon rum!”

Also das ist schon klasse und ich freu mich echt darüber, dass ich nun noch härter und effektiver trainieren kann.

Solong fürs Erste. Im nächsten Artikel schreib ich euch mal etwas über mein nächstes Vorhaben am 12. Sept.

Euer

Ostseemenne

Vor detailliertem Rennbericht möchte ich zuallererst einen Dank an meine Frau loswerden. Michaela hat trotz Schwangerschaft, unseres Hochzeitsstresses und der Geburt unseres kleinen Ostseemans Nico im Mai, all meine Trainings-Hochs und Tiefs mit durchgemacht und mich immer wieder motiviert und mir den Rücken freigehalten. Sogar meine Runden auf der Strecke hat sie, mit Kinderwagen, anfeuernd und jubelnd begleitet. Danke mein Schatz!

Zugegebener Maßen war das schon ein wahnwitziges Projekt – Staffel-Teilnahme am Ostseeman 2010. Und dabei denke ich nicht nur an meine 180 km auf dem Rennrad, sondern ganz besonders auch an die Schwimmstrecke von 3,8 km, welche von Anja bewältigt werden musste. Gerade Anja und ich waren wohl diejenigen beiden, die das ganze sehr blauäugig angegangen sind. Frei nach dem Motto “morgen ist ja auch noch n Tag” hab zumindest ich das Vorhaben ziemlich relaxed angepeilt und ich glaube auch Anja stand mir diesbezüglich in nichts nach.

Nur Peter, unserer Marathon-Man, schien ein wirkliches Konzept zu haben und trainierte auch ziemlich konstant und zielgerichtet auf den großen Tag hin. So hatte Peter kurz vorm Ostseeman schon den Hamburg Marathon, mehrere kürzere Distanzen und den Glücksburger Halbmarathon in den Beinen, während Anja grad mal 3 Wochen vorm Wettkampf das erste Ostseewasser schluckte und dabei das erste Mal einen Neo trug! Aber auch ich selbst kann mich nicht gerade mit größter Trainingsdisziplin rühmen. Gerademal die letzten 7 Wochen vorm Ostseeman traute ich mich auf längere Distanzen, indem ich an RTF’s teilnahm und dort Strecken zwischen 80 und 120 Kilometern absolvierte. Immerhin wurden es doch noch knapp 3000 Kilometer in der Vorbereitung, neben diversen Dauerläufen und Spinning im Fitness Studio Hauser.

Alles in Allem also vielleicht nicht gerade Profihaft unsere Vorbereitungen – aber das war auch gar nicht unsere Intention! Wir wollten ankommenwir wollten unter 15 Stunden ankommenwir wollten die Medaille ! Mehr nicht !

Der Wettkampftag

Meine größte Angst, am Wettkampftag nicht aufs Klo zu können, hatte sich schon am Vorabend zum Ostseeman erledigt. Ich war dermassen aufgewühlt und nervös, dass sich sämtlicher Darminhalt schon in verdünnisierter Form verabschiedete :-) .

Am Sonntag also holten Anja und Peter mich um 5:30 Uhr ab und wir fuhren los nach Glücksburg. Noch im Auto gings schon los mit allen möglichen Zweifeln und Fragen. Das Wetter war mehr oder weniger beschi…. . Es war gut windig und nieselte. Oh mann. Ist der Transponder dabei? Habt Ihr gegessen – getrunken? Solln wir wirklich starten?? Doch was war das für eine Frage? “Natürlich ziehen wir das jetzt durch!”

Kurz vor Glücksburg – in Solitüde – haben wir dann noch die Schwimmerin einer befreundeten Staffel “eingeladen”. Anna. Im Gegensatz zu uns Mittvierzigern war Anna wohl etwas jüngeren Alters – ich denke sie ist 18 – und hat mit Ihrer lockeren, netten und unbeschwerten Art dann doch noch alle unsere Zweifel weggefegt, sodass wir dann doch voller Mut in die Wechselzone stapften, um uns mit dicken Filzstiften Beine und Arme vollkritzeln zu lassen :-)

Oh mann – die Spannung stieg. Um ca. 6:25 Uhr schlüpfte Anja dann in Ihren Neo – zumindest “obenrum”, denn “untenrum” hatte sie das wohl schon zuhause erledigt. Ab 6:30 Uhr war dann einschwimmen angesagt. Ich kann Anja’s Gesicht irgendwie gar nicht beschreiben – aber ich denke skeptisch panisch sind schon zwei ganz gute Worte dafür! Peter meinte nur die ganze Zeit “Wir müssen jetzt echt aufpassen dass Anja nicht noch die Segel streicht. Die ist hammeraufgeregt!” – und das sah man ihr fast mit geschlossenen Augen an. Aber ich kann von mir sagen, dass ich nicht weniger aufgeregt war. Und das obwohl ich doch gar nicht ins Wasser musste.

Dann stieg die Spannung ins Unermessliche. Wir standen am Ufer, links der ca. 700 Athleten und es wurden die Nationalhymnen der Teilnehmer abgespielt. Um 6:59 Uhr dann die deutsche Hymne … mein Puls war auf 129 !!! Dabei stand ich nur daneben.

…6…5…4…3…2…1… START

Boah was für ein Rauschen. 700 Gummimänner (und Frauen) stürmten die Ostsee und ich wollte um keinen Preis der Welt jetzt mit Anja tauschen. Und dann sahen wir sie auch. Völlig relaxed und mäßigen Schrittes, begab sich die Dame in die Fluten und bald schon war ihre gelbe Badekappe hinter der breiten Brücke verschwunden.

Ok, jetzt wars also getan. Unsere Staffel war dabei und wir konnten nur noch abwarten, nach welcher Zeit Anja wieder am Ufer eintreffen würde. Gemäß Anja’s Einschätzung rechneten wir so mit 2:00 h bis 2:10 h. Doch da sollten wir – und vor allem Anja sich gewaltig vertan haben! Während der erste Schwimmer, ein 17 jähriger Staffelstarter namens Till Gurke, bereits nach 47:15 Minuten aus dem Wasser stieg, machte ich mich so langsam aber sicher fertig. Ich hatte auch bereits zuhause die Radhose – mit vieeel Melkfett – und mein Trikot angezogen. Ich entschied mich auch für ein windabweisendes Unterhemd ohne Arme (was wirklich gut war). So checkte ich nochmal mein Bike, meinen Tacho und meine Schuhe, die ich am Rad liegen lies. Ich nahm mir vor, auf Turnschuhen durch die Wechselzone zu schlurfen, da ich keine Lust hatte auf den Wegplatten mit den Cleats der Radschuhe auszurutschen. (Auf die 15 Sekunden Radschuhe anziehen würds wohl zeitlich nicht drauf ankommen). So, alles roger. Helm auf und langsam zur Wechselzone gelatscht, in der sehr reges Treiben herrschte und mir schon viele, scheinbar unter Zeitdruck stehende Mitstreiter entgegen stürmten.

Jetzt erstmal durchatmen und schauen, was die Anderen hier so treiben. Ich hatte ja noch nie soetwas mitgemacht. Aber das sah alles ganz einfach aus und bis Anja kommen würde wär meine Aufregung sicher abgeebbt und alles wird laufen. Nur das “bis Anja kommen würde…” verküzte sich ziemlich prompt, denn alles andere als erwartet, tauchte Anja bereits nach 1:30 h in der Wechselzone auf und sowohl freudig – als auch überhaupt völlig überrascht – nahm ich das “Staffelholz” (den Transponder) in Empfang und taperte zu meinem Bike – nein ich sprintete tatsächlich. Dort schnappte ich mir selbiges, schob es zum Balken und schwang mich auf die erste Runde. “Puh Anja – was haste da denn bloss für ne Zeit vorgelegt?!”, das war das einzige was ich ihr beim Wechsel noch sagen konnte und dann dachte ich nur “Mensch Frank, nu musste aber richtig Gas geben”.

Aber dann ging die Aufregung schon bald in das trainierte, ruhige Pedalieren über, welches mich auf den vielen Trainingskilometern, die ich allesamt allein absolvierte, begleitete. Erstmal ruhig angehen lassen, maximal nen 25er Schnitt hatte ich mir für die ersten beiden Runden vorgenommen. Das erste Mal am Weeser Berg (Rothenhaus) gings super hinauf. Im sitzen auf dem grossen Kettenblatt. Super das es hier nun gleich links ab ging, so wurd der Berg irgendwie ein Stückchen kürzer. Durch Wees hindurch, über welliges Terrain mit viel Speed bis nach Munkbrarup und dort dann mit Vollspeed die 90° Grad Kurve auf die Nordstrasse. Ja – das machte Spass, viel Spass!! Zumindest in der ersten Runde ;-)
Auch der dann folgende Berg flutschte ziemlich gut und ohne Wind auf der langen Geraden in Richtung Ringsberg gings ab wie am Schnürchen. Links ab nach Ringsberg rein und in Richtung Rüde wurds dann nochmal schneller und so war ich nach einigem, weiteren Links und Rechts schliesslich nach ca. 35 Minuten am Wahlberg, der ersten Verpflegungsstation. Das war sehr gut, denn ich war ohne Flaschen losgeradelt (unbeabsichtigt) und war froh nun endlich einen ordentlichen Schluck nehmen zu können. Auch die angebotene Banane war herzlich willkommen und bis zur Ecke Bockholm/Holnis hatte ich diese auch genüsslich verspeist.

Jetzt nur kräftig weiterradeln und nicht an die Schmerzen denken – das wurde ab Holnis meine Devise. Denn prompt hinter der Wende erdreistete sich ein Wadenkrampf, mich zu plagen. Ohje – jetzt schon??? Schnell Wasser trinken, Iso trinken und das jetzt jeden Kilometer.

Als ich dann das erste Mal nach Gücksburg reinkam und durchs Kurviertel in Richtung Sandwigstrasse kurbelte, dachte ich mich trifft der Schlag. Da waren Zuschauer links und rechts der immer schmaler werdenden Sandwigstrasse, als wenns den Mont Ventoux bei der Tour de France hinauf geht. Und jeder – sogar ich – wurde bejubelt, als wenn er irgendein Renn Star wäre. Yeah – das trieb mir fast die Tränen in die Augen. Die Stimmung war wirklich klasse und an dieser Stelle mal ein grosses Lob an die vielen Zuschauer – Glücksburger und Zugereiste – für die ausdauernde und lautstarke Unterstützung fast an der gesamten Strecke! Das hielt die Motivation bei uns Athleten an mancher Stelle aufrecht oder puschte diese sicherlich sogar. An bestimmten Stellen standen und sassen die Zuschauer sogar noch auf meiner 6ten Runde – und das war schon ganz schön spät ;-) . Auf Höhe der Therme standen dann Anja und Peter das erste Mal und feuerten mich an – cool. Kurz darauf hatte ich mal Zeit auf den Tacho zu schauen. Zwei Klicks weiter auf Durchschnitt und was seh ich da?? 29,x km/h. Alter Schwede – ich wollts doch eigentlich langsam angehen. Hier war mir allerdings dann schon klar, dass ich das keine 5 weiteren runden halten kann.

Die weiteren Runden liefen an mir vorüber als wenn ich gar nicht selbst gefahren wäre. In der dritten Runde fragte ich mich fortwährend warum ich mir sowas antue, die vierte Runde war geprägt von weiteren Krämpfen und der Frage, ob ich lachen oder weinen soll, weils danach (nur) noch 2 Runden waren. In der 5. Runde liefs dann wieder ganz gut und ich denke das meine 6. Runde dann die beste war.

Alles in Allem war mein erster Ostseeman Einsatz nach 6:39 h vorbei und ich konnte sogar noch aufrecht laufend das “Staffelholz” an Peter übergeben. Nachdem Peter losgelaufen war, überkamen mich ersteinmal haufenweise Gefühls- und Heulattacken. Ich hatte das tatsächlich geschafft (naklar schaffen andere noch ganz andere Sachen), ich war 180 Kilometer mit 27er Schnitt gefahren. Andererseits war ich von den permanenten Krämpfen, den Nacken- und Handgelenksschmerzen so dermassen geplagt, dass auch hier genug Grund für Heulattacken gegeben war. Aber letztlich überwog auf jeden Fall die Freude und nun gings für mich erstmal ans regenerieren.

Anja versorgte mich mit Wasser und mentalem Beistand und wir beide freuten uns riesig darüber, dass wir es geschafft hatten!

Nach einer knappen Stunde postierten wir uns an der Laufstrecke in der Nähe des Ziels, um Peters erste Runde zu beklatschen. Da kam er auch schon vorbei und sah gut und frisch aus. Peter hatte sich eine Zeit bei 4:15 h bis 4:30 h vorgenommen und konnte ja auch schon aus Erfahrungen der bereits gelaufenen Marathons schöpfen. Auch nach der zweiten Runde sah alles nach einer Spitzenzeit aus. Irgendwie verloren wir dann aber das Zeitgefühl und wir glaubten plötzlich völlig euphorisch, dass Peter nun auf seine letzte Runde kommen müsste. Doch das Blatt wendete sich und als Peter nach 3:45 auf seine letzte Runde ging, klagte er über furchtbare Schmerzen in den Beinen. Er könne fast nur noch gehen und bräuchte zum Zieleinlauf auf jeden Fall unsere Unterstützung.

Nach 4:50 h tauchte Peter dann völlig Schmerzgeplagt an der Quellental-Brücke auf, wo Anja ihn für weitere mentale Unterstützung empfing. Cirka 300 Meter vor dem Ziel begleiteten wir Peter dann zusammen, um nach einer Gesamtzeit von 13:10:36 unseren Tagesabschluss zu finden. Juchuu – geschafft – unter 15 Stunden – Medaille ! Peter hatte aufgrund einer gereizten Achillis-Sehne wohl die letzten 1,5 Runden höllische Schmerzen erlitten und kam nur aufgrund dieser Verletzung auf eine 4:59:58, auf die wir aber mächtig stolz sind, denn Peter hat schliesslich auch für uns nicht aufgegeben!


www.oakstore.de


Nach über 10 Monaten Vorbereitung (der eine mehr, der andere weniger) hatten wir es tatsächlich geschafft. Jeder hat dem anderen blind vertraut und für sich und die beiden anderen trainiert und gekämpft und am Ende steht ein solches Ergebnis, welches mir wesentlich mehr Wert ist als eine Zeit mit Platzierung unter den ersten 15 Teams oder ähnlicher Ehrgeiz. Dafür ist ja beim 2011er Ostseeman dann Platz, für dessen Teilnahme wir just heute grad die Anmeldebestätigung bekommen haben.

Also auf gehts Anja und Peter – packen wir die 12 Stunden Marke an. Mit Euch beiden immer wieder!

Ja liebe Sportsfreunde – jetzt wirds richtig Ernst. Am kommen Sonntag findet der Ostseeman 2010 statt.

Eigentlich bin ich guter Dinge, denn ich habe in den letzten Monaten wirklich gut und konsequent trainiert. Leider gehts mir in den letzten beiden Tagen allerdings nicht gerade gut. Irgendwie macht mir ein Wetterumschwung scheinbar zu schaffen und ich hoffe dass sich dies in den nächsten beiden Tagen wieder legt.

Ein finaler Fitnesstest heut morgen im Fitness Studio Hauser in Neunkirchen, hat mir allerdings ein sehr gutes Trainingsergebnis bescheinigt und so fahre ich morgen guter Dinge nach Flensburg.

Mein nächster Bericht wird dann frühestens am 2.8. erscheinen – und ich hoffe ich kann euch nur Positives berichten.

Drückt mir und meinem Staffelteam Anja und Peter bitte alle Daumen.

Solong

IronFrank

Als “alter Flensburger” kenne ich natürlich Glücksburg, Wees, Ringsberg, Bockholm und die Halbinsel Holnis gut. In meinen letzten Jahren in Flensburg (1999 – 2003) wohnte ich in Engelsby und hatte somit dieses Terrain als Rennrad-Trainings-Domizil auserkoren. Und wenn ich mir die Streckenführung jetzt so auf der Map genau anschaue, fühle ich mich wieder richtig zuhause – denn weite Teile der Strecke bin ich schon viele Male abgefahren.

Um einen genauen Überblick zu bekommen, in welchem Stundenschnitt ich diese Strecke sechs mal bewältigen kann, fahre ich diese Tage noch nach Flensburg, um auf der Strecke zu trainieren.

Ich freu mich tierisch, denn das Ganze ist bei der momentanen Wetterlage absolut traumhaft.


Radroute 18141 – powered by Bikemap 

Hallo liebe Leser,

momentan ist bei mir die richtig heisse Phase eingeläutet – und das nicht nur aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen. Die letzten Wochen waren von einigen Highlights geprägt, von denen ich heute mal berichten möchte.

Angefangen hat alles am 22.05.2010. An diesem Tag ist mein ganz persönlicher “Ostseeman” zur Welt gekommen – unser Sohn Nico. Wie nicht anders zu erwarten, sind schon ausgeprägte “Radler-Waden” erkennbar und auch sonst ist drumherum alles da wo’s hingehört.

Weiter gings am 06.06.2010, an dem neben der Tatsache das es mein Geburtstag war, eine RTF des VFR Herpersdorf, im Süden Nürnbergs stattfand. Nachdem ich in meinem wöchentlichen Training bisher maximal 60 km am Stück gefahren war, waren die 89 Kilometer an diesem sehr heissen Sonntag meine erste grosse Leistung des Jahres.

Schon zwei Wochen später, am 20.Juni, führte mich mein Ehrgeiz auf die nächste RTF in den schönen Steigerwald nach Bad Windsheim. Ein eher kühlerer Tag mit viel Wind hinterlies hier 85 Kilometer mehr in den Beinen.

Den kilometertechnisch vorläufigen Höhepunkt, schaffte ich dann am gestrigen Sonntag. 102 Kilometer standen auf dem Tacho, nach einer sehr anstrengenden, weil bergigen Fahrt durch den nördlichen Steigerwald. Es handelte sich um die 3. Steigerwaldtour, veranstaltet durch den RSV Bavaria 1912 e.V. Lisberg. Laut Streckenbeschreibung warens es wohl 98,x Kilometer bei 1075 Höhenmetern, aber bekanntlich zeigt da jeder Tacho etwas anders an. (Ganz zu schweigen vom eigenen Empfinden – gefühlt waren es nämlich mindestens 200 Kilometer und 2000 Höhenmeter :-) )

Alles in Allem war es aber eine tolle Tour. Vom Wetter her sehr sonnig, mit ca 29 ° C um die Mittagszeit und landschaftlich einmalig schön. Angeboten wurden 6 verschiedene Strecken mit 20, 59, 100, 139, 169 und der Marathon mit 229 Kilometern.

Wer sich also gerne mal den Steigerwald ein wenig näher anschauen möchte, sollte sich den Termin im nächsten Jahr unbedingt freihalten.

Für mich laufen die Vorbereitungen auf den Ostseeman also auf Hochtouren und dieser Monat hat bereits 1000 Kilometer auf den Tacho gebracht. Mein Ziel für den Juli ist wenigstens einmal eine 150er Tour um noch mehr Tritthärte und vor allem Sitzfleisch zu produzieren. Kondition und Gewicht haben sich prächtig entwickelt (Seite heute unter 100 Kilo) und wenn nichts dramatisches mehr dazwischen kommt, wird der 1.8.2010 ein toller Tag.

Ich freu mich drauf.

Hallo liebe Leser,

in einem meiner letzten Beiträge schrieb ich euch von meinen Beschwerden im Bereich der Bronchen – und auch von den Ergebnissen meiner Selbstdiagnose hierzu.
Nun hat ein Arztbesuch doch Klarheit gebracht, welche ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge sehen kann: ich habe Asthma und wurde nun eingeladen, regelmässig ein Spray zu benutzen und zu Atemtests zu erscheinen.

Aber warum auch ein lachendes Auge fragt sich bestimmt der eine oder andere? Nun, das Spray welches ich benutze (ich hoffe, dass es nicht auf der Dopingliste steht ;-) ) erweitert meine Bronchen und ich bekomme erstaunlich viel Luft beim Sport. So bekommen auch meine Muskeln wohl mehr Sauerstoff was gleichbedeutend mit mehr Leistung ist. Ich habe jedenfalls einen deutlichen Schub gemacht beim radeln.

So habe ich in dieser Woche doch tatsächlich knapp 120 Kilometer auf dem Rennrad gesessen, was erstaunlich gut ging.

Die Motivation ist also wieder sehr hoch und den letzten 3 Monaten der Vorbereitung sehe ich sehr hoffnungsvoll entgegen.

Wir schaffen das!

Bernhard  ist mein neuer Sponsor und dies in seiner Eigenschaft als Inhaber des Fitness Studios Hauser, in Neunkirchen am Brand.  Irgendwie haben wir uns von Anfang an – ich bin seit etwas mehr als einem Jahr Mitglied dort – voll gut verstanden und so kam mir die Idee, den Bernhard mal wegen eines Sponsorings anzusprechen.

Schliesslich ist man bei Fitness Hauser einfach Spezialist in Sachen Trainingsaufbau, Konditionsaufbau und Fettverbrennung.

Ich hab mich also heute nach langer Zeit mal wieder ins Studio geschleppt. Ich hab mich sehr darüber gefreut, dass man mich sogar noch kannte dort ;-) . So schwang ich mich gleich auf eines der Spinning Bikes, denn ich soll ja bekannter Maßen radfahren beim Ostseeman und radelte munter drauf los. Schon kurz darauf kam ich mit meinem neuen Sponsor ins Gespräch und berichtete ihm von meinem Vorhaben Ostseeman 2010.

Bernhard kennt mich schon ganz gut und wird sich bestimmt gedacht haben – Der Brunner schonwieder ;-) – aber als ich ihm dann von diesem Blog erzählt habe und meinem Drang danach die ganze Sache so verbindlich wie möglich zu machen, war er gleich von der Sponsoring Idee begeistert.

So darf ich mich jetzt über fachmännische Betreuung und Beratung in Sachen Konditionsaufbau und Fettverbrennung freuen – juchu! Jetzt kann kaum noch was schiefgehen. Das ist natürlich eine besondere Motivation jetzt und ich sag mal hier schon: Vielen Dank an Bernhard!

Mein Training auf dem Spinningbike dauerte genau 60 Minuten und mein Pulsmesser spukt einen Durchschnitts-Puls von 130 Schlägen mit 4 Spitzen von jeweils 30 Sekunden mit 160 Schlägen aus. Wenn das nicht die Fettverbrennung angeregt hat ….

Zum Abendbrot nach dem Training gabs dann Kebap – Fleisch mit Knoblauchquark, also Eiweiss ohne Ende. So bin ich guter Dinge, morgen mal wieder ein paar Gramm weniger auf die Waage zu bringen, mach mir da aber nach den Fressattacken der letzten 3 Tage nicht allzuviel Hoffnung. Aber ich war endlich mal wieder auf dem Radl (wenn auch nur im Studio).

Alles in allem ein guter Tag und ich bin wieder neu motiviert. Also weiter gehts.

Solong Euer

IronFrank